Neubau K 246

Kreisstraße wird breiter und erhält Radweg

Noch fünf Monate ist die wichtige Verbindung zwischen Karben und Nidderau gesperrt. Denn die Straße wird nicht nur grundlegend saniert und verbreitert, sondern bekommt auch einen Fahrradweg.
08. Februar 2018, 11:00 Uhr
Der Leiter des Ausbauprojektes, Helmut Köhler, steht auf dem bereits fast fertiggestellten Teilstück der Kreisstraße zwischen Trimmpfad und Biogasanlage. Deutlich zu sehen: Neben der verbreiterten Fahrbahn verläuft ein Fuß- und Radweg, (Foto pe)

Helmut Köhler arbeitet im Dezernat Bau von Hessen Mobil. Zurzeit ist er Projektleiter für den Ausbau der Kreisstraße 246 zwischen Groß-Karben und Heldenbergen. Die wichtigste Verbindung zwischen Karben und Nidderau wird für über fünf Millionen Euro grundhaft erneuert, gleichzeitig verbreitert und mit einem eigenen, von der Fahrbahn getrennten Fuß- und Radweg versehen. Heute kontrolliert er den Baufortschritt.

Mit seinem Geländewagen biegt er gegenüber dem Trimmpfad in einen Wirtschaftsweg ein. »Den haben wir eingeebnet und mit Schotter und feinem Splitt bedeckt«, zeigt er. Der Weg mündet in einen asphaltierten Weg, den Hessen Mobil im Zuge des Baus eines Radweges zwischen Karben und Nidderau gleichfalls saniert hat. Denn die Grundidee ist, dass Karbener Radler an den Baugebieten Waldhohl und Kalkofen vorbei Richtung Wald radeln, dort den sanierten Weg nehmen, der in Höhe des Trimmpfades an der K 246 in den neu geschaffenen Radweg nach Nidderau mündet.

»Wir haben den Weg etwas entfernt von der Fahrbahn angelegt, damit die Radfahrer mehr Sicherheit haben«, sagt Köhler. »Ansonsten hätten wir eine Leitplanke anlegen müssen.« Die moderne Straße sieht großzügig aus. Kein Vergleich mehr mit der alten, schmalen Kreisstraße, wo kein Radweg existierte und auch für Autofahrer große Gefahr bestand. Die Straßendecke wies Risse, starke Verformungen und Verdrückungen auf, die Kuppen und Kurven waren eng. Und wenn einem Pkw ein Lkw entgegenkam, musste der Pkw häufig auf den unbefestigten Randstreifen ausweichen. Zudem herrschte auf der Straße bei Regen häufig Aquaplaning.

13 Kilometer Rohre

Das wird jetzt nicht mehr vorkommen, weiß Köhler. Denn seit vergangenem Sommer, als der erste Spatenstich stattfand, werden 13 Kilometer Entwässerungsrohre links und rechts der Straße eingebaut.

Der Projektleiter fährt an der Biogasanlage vorbei bis zur nächsten Absperrung in Höhe dem Marienhof, wo der vierte Bauabschnitt beginnt. Er befindet sich auf Nidderauer Gemarkung. Hier befahren wir noch einen Teil der alten Straße. »Den haben wir für die Baufahrzeuge stehen gelassen.« Aber links und rechts sind die Ränder abgefräst. Rund 200 Meter vor der Einmündung zur Ortsumfahrung Heldenbergen sind die Kanalarbeiten in vollem Gange. Mitarbeiter der Firma Strabag aus Langenselbold verlegen ein Rohr nach dem anderen in die ausgebaggerten Gräben. Von Heldenbergen her arbeiten sie sich in Richtung Groß-Karben vor. »Bis zur ersten oder zweiten März-Woche sollen diese Arbeiten beendet sein«, sagt der Bauleiter. Er schmunzelt wegen der Rückfrage nach dem Bauzeitenplan. »Wir sind voll im Plan«, betont Köhler. Es habe durch den starken Regen im Dezember mal kleinere Verzögerungen gegeben, weil in dem matschigen Boden nicht mehr habe gebaut werden können. »Doch diese Verzögerungen sind aufzuholen und ändern nichts am Fertigstellungsteemin«, wie ihm am Morgen noch der Leiter der Strabag versichert habe.

Baumreihe zwischen Straße und Radweg

Wenn die Kanalarbeiten beendet sein werden, kann es an die Fahrbahn und den Radweg gehen. Kaum ist die inzwischen großzügig ausgebaute Kurve hinter der Kläranlage durchfahren, kommt man 200 Meter weiter auf Nidderauer Gemarkung. Hier haben die Bagger eine deutlich breitere Ebene geschaffen. Köhler deutet nach rechts: »Hier bauen wir den Radweg weiter weg von der Fahrbahn. Dazwischen legen wir eine Baumreihe an.« Insgesamt sollen entlang der Gesamtstrecke zwischen Ende des Karbener Waldes und dem Ortseingang Heldenbergen rund 80 Bäume gepflanzt werden, Bergahorn und Stieleiche.

Bis das kommt, müssen erst noch Straße und Radweg fertiggestellt werden. Teile des vierten Bauabschnittes sind bereits mit Frostschutzschicht und Asphalttragschicht versehen. Im Gegensatz zum Karbener Abschnitt sieht die Oberfläche hier grobporiger aus. Ja, bestätigt Köhler, erst zum Schluss komme die vier Zentimeter hohe Asphaltdeckschicht drauf. »Dafür wird dann der große Fertiger eingesetzt.« Fertiger? Das sei die Asphaltmaschine, erklärt Köhler. »Mit der wird die 6,50 Meter breite Fahrbahn in nur einem Durchgang asphaltiert.«

Info

Bau in vier Abschnitten

Der Beginn für den Ausbau der K 246 war am 19. April vergangenen Jahres. In 370 Werktagen soll die Straße in vier Abschnitten generalüberholt und ausgebaut werden. Bis Ende November dauerten die Arbeiten für die ersten drei Abschnitte, die bis zum Marienhof reichen. Zurzeit läuft der vierte Abschnitt, bis zur Einmündung in die B45/B521 bei Heldenbergen. Es werden nicht nur 13 Kilometer Rohre verlegt, sondern auch 1400 Quadratmeter Beton- und Natursteinpflaster. 35 000 Kubikmeter Boden werden bei den Bauarbeiten bewegt, und 45 000 Quadratmeter Trag- und Deckschicht eingebaut. (pe)

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