05. Oktober 2017, 06:00 Uhr

LED-Umrüstung

So rüstet Nidderau seine Straßenbeleuchtung auf

Keine Sorgen brauchen sich die Nidderauer künftig vor dunklen Straßen oder finsteren Ecken auf öffentlichen Plätzen zu machen, denn die Stadt hat ihre Straßenbeleuchtung modernisiert.
05. Oktober 2017, 06:00 Uhr
Die neuen LED-Lampen in Nidderau benötigen weniger Wartung. (Foto: jwn)

LED-Lampen, die Abkürzung steht für Leuchtdioden, heißt das neue Zauberwort. Sie bringen nicht nur eine bessere Ausleuchtung, sondern sind auch im Vergleich zu den bisherigen Straßenlampen wesentlich sparsamer im Verbrauch. Bei jährlichen Verbrauchskosten von rund 220 000 Euro, wovon ein Teil vom Stromunternehmen noch erstattet werden soll, war dies für die Stadt ein ebenso wichtiger Aspekt. Denn gerade die Wintermonate stehen wegen der längeren Nutzungsdauer für hohe Kosten. Durch die lange Lebensdauer der LED-Straßenlampen wird die Wartung enorm verringert. Das aufwendige Auswechseln der Leuchtmittel der oft in großer Höhe angebrachten Straßenleuchten entfällt auf lange Sicht. Damit verbunden entfallen dunkle Bereiche durch ausgefallene Lampen.

 

Zuschüsse vom Bund

 

In Nidderau wird die Straßenbeleuchtung bereits seit 2014 umgestellt. Angefangen mit der Umrüstung wurde zunächst in Windecken und Ostheim. Es folgten Eichen und Erbstadt. Rund 400 neue LED-Leuchten standen dafür jährlich zur Verfügung. Heldenbergen war aufgrund einer Sondervereinbarung mit dem Energieversorger Ovag bereits 2015 in Eigenregie umgerüstet worden. Anders als in den sonstigen Stadtteilen übernimmt die Ovag in Heldenbergen auch die Wartung und Instandsetzung der Straßenbeleuchtung.

2016 wurden zudem an über 100 Altstadtleuchten auch Gläser ersetzt, weil sie unansehnlich waren und aufgrund der Materialbeschaffung und der Sonnenlichteinwirkung nicht mehr gereinigt werden konnten.

 

Im Frühjahr geht es weiter

 

Während bisher vorrangig die Lampen auf hohen Lichtmasten in Hauptverkehrsstraßen und in stärker frequentierten Wohnstraßen ausgetauscht wurden, sind nun die Lampen mit veralteten Technologien und hohem Stromverbrauch an der Reihe.

Mit ihrer Umrüstung wird im kommenden Frühjahr zeitgleich mit der Umrüstung der übrigen Straßenlampen, vor allem in den Nebenstraßen von Ostheim, begonnen. Es folgt die Nachrüstung der noch verbliebenen Leuchten auf niedrigen Masten in Nebenstraßen von Eichen, Erbstadt und Windecken sowie die Altstadt- und Sonderleuchten. Diese Arbeiten werden sich voraussichtlich bis 2019 hinziehen. Derzeit sind von den insgesamt über 2300 Straßenlampen in allen Stadtteilen bereits 1740 Leuchten mit LED ausgestattet. Dies sind 75 Prozent des gesamten Straßenlampenbestandes. Rund 220 000 Euro hat die Stadt bisher in den Jahren 2016 und 2017 zusammen dafür auf den Tisch legen müssen. Am Ende werden es wohl deutlich mehr als 350 000 Euro sein.

Allerdings wird auch das bereits in diesem Jahr gestartete Projekt, wie auch schon die vorhergehende Umrüstungsmaßnahme, durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit 20 Prozent der Kosten gefördert.

 

Keine »Lichtverschmutzung«

 

Nidderaus Kämmerer und Erster Stadtrat Rainer Vogel freut sich dabei nicht nur über Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent, sondern genauso wichtig ist ihm die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Die Stadt folge damit den Zielen der Bundes- regierung in Sachen Klimaschutz.

Auch die Bürger werden von der Umrüstung profitieren, wie Elektromeister Werner Schättler erläutert. Durch Einstellungen lässt sich das LED-Licht dorthin bringen, wo es benötigt wird. »Eine Lichtverschmutzung kann reduziert werden, und die Anwohner fühlen sich weniger gestört«, erklärt Schättler. Er ist auch sicher, dass die Stadt durch die Verwendung von einheitlichen Systemen erhebliche Kosten bei künftigen Wartungs- und Reparaturarbeiten einsparen wird. Im Vorfeld wurden alle Straßenlampenmasten einer Standsicherheitsprüfung unterzogen, vereinzelte ausgetauscht oder Fundamente erneuert.

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