15. Oktober 2018, 20:11 Uhr

Wo Grau zu Grün wird

Lange dauert es nicht mehr, dann können die Kicker des Karbener Sportvereins (KSV) und des FC Karben auf dem neuen Kunstrasenplatz am Günther-Reutzel-Sportfeld spielen. Fast 500 000 Euro kostet das Sanieren. Für ein anderes Manko des Vereins zeichnet sich indes noch keine Lösung ab.
15. Oktober 2018, 20:11 Uhr
NMA
Jörg K. Wulf freut sich auf den neuen Sportplatz. Er sieht zukünftig dennoch Kapazitätsprobleme. Die Angebote des Vereins werden sehr gut angenommen. (Foto: Niklas Mag)

Jörg K. Wulf, Vorsitzender des Karbener Sportvereins (KSV), blickt zufrieden auf den Kunstrasenplatz am Günther-Reutzel-Sportfeld. Noch ist der Platz im Bau. Eine graue Mischung haben die Arbeiter zuvor aufgetragen. »Es muss auch langsam sein, dass der Platz fertig wird«, sagt Wulf. 16 Jugendmannschaften gebe es im KSV, hinzukämen die erste und zweite Mannschaft des FC Karben.

Denen fehlt momentan der Platz zum Trainieren. »Unsere Jugendteams spielen in relativ hohen Spielklassen, bis hin zur Hessenliga.« Deshalb sei es wichtig, die Einschränkungen, die der Platz momentan verursacht, bald wieder loszuwerden. »Wir versuchen, auf alle möglichen Kapazitäten zurückzugreifen. Sei es unser Rasenplatz oder auch das Stadion an der Waldhohl.« Für den Verein sei die aktuelle Situation schwierig, schließlich befinde man sich mitten in der Saison. Welche Mannschaften wann trainieren dürfen, würde der Verein derzeit an deren sportlicher Situation festmachen. Wulf mag nicht nur über die schwierigen Monate jammern. »Wir sind sehr froh, dass die Stadt dieses Investment gemacht hat.

Neue Parkplätze

»Wir freuen uns hier auf allererste Sahne«, sagt Wulf. Michael Soborka vom Karbener Bauamt kennt die Einzelheiten. Er weiß, warum sich das Warten der Fußballer lohnt. »Wir sind momentan in der Feinplanung«, erklärt er. Derzeit wird der Weg, der seitlich am Günther-Reutzel-Sportfeld vorbeiführt, gepflastert.

Ziel ist es, die Verkehrssituation rund ums Sportfeld zu entlasten. Ein Gehweg entsteht seitlich, ebenso markierte Parkplätze. Dafür verliert der Platz etwa fünf Meter, das Spielfeld bleibt so groß wie vorher. »Das sind weiterhin Bundesligamaße«, sagt Soborka. 7000 Quadratmeter sei die Größe des Hauptfelds. Darauf wurde nun Schottergestein aufgetragen. »So können wir sichergehen, dass der Platz am Schluss auch ebenmäßig ist.« Als Nächstes werden die schwarze Gummischicht und eine Elastikschicht aufgetragen.

»Damit können wir vermutlich noch diese Woche beginnen«, erklärt Soborka. Der Rasen werde danach wie ein Teppich auf diese Schicht gelegt und verklebt. »Das läuft bisher alles ganz wunderbar. In der ersten Novemberhälfte sollte der Platz bespielbar sein.« Die Technik, die bei der Errichtung des Platzes zum Einsatz kommt, sei als dritte Generation der Kunstrasenplätze bekannt. »Ganz wichtig ist, dass wir Neugummi verlegen. Mit anderen Alternativen gab es immer wieder Probleme.«

Zudem soll das Gras aus gekräuselten Fasern bestehen, die lassen sich deutlich schlechter platt treten. Vor zwölf Jahren wurde der Platz letztmals saniert. Die Jugendspielfelder werden durch Linien angedeutet.

Dafür habe man die Vereine mit ins Boot geholt. Jörg K. Wulf kann das erste Spiel auf dem neuen Feld kaum abwarten: »Es ist das Neueste vom Neuesten, was hier verbaut wird«, freut er sich. »Es wird eine große Verbesserung für unsere Vereine darstellen.«

Riesige Nachfrage

Das Sanieren des Günther-Reutzel-Sportfeldes kostet etwa eine halbe Million Euro. »Auch wenn wir hier diesen tollen neuen Platz kriegen, sind wir beim Karbener Sportverein mit unseren Kapazitäten langsam wirklich am Ende.« Die Anmeldephasen der meisten Kurse müsste man vorzeitig beenden. »Wir wissen nicht mehr, wohin mit den Leuten. Ein Problem, das Wulf auch bei anderen Vereinen beobachte und das langfristig gelöst werden müsse.

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