09. Februar 2018, 20:11 Uhr

Umstieg

Ab sofort nur noch Ökostrom für die Kreisverwaltung

09. Februar 2018, 20:11 Uhr

Mit mehr als 200 Verbrauchsstellen ist die Wetterauer Kreisverwaltung an das Stromnetz der Ovag angeschlossen. Jetzt erfolgte der komplette Umstieg auf Ökostrom – ebenfalls bezogen vom regionalen Energieunternehmen.

Im Jahr 2009 hatte der Wetteraukreis 15 Klimaschutzziele verabschiedet, die unter anderen erhebliche Energieeinsparungen, die Senkung der CO2-Emissionen sowie den Ausbau und die Nutzung regenerativer Energien einforderten. »Der Umstieg auf Ökostrom ist ein gutes Zeichen für den Klimaschutz und trägt mit dazu bei, dass der Wetteraukreis seine Klimaschutzziele erreicht«, sagt die Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch (SPD).

Ob mit der Umstellung Mehrkosten verbunden sind, geht aus der Pressemitteilung des Kreises nicht hervor.

Energieverbrauch sinkt weiter

Der Energieverbrauch in den Gebäuden des Wetteraukreises (88 Schulen, sieben Verwaltungsliegenschaften und neun Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge) ist im Vergleich zum Jahr 1990 deutlich gesunken – und das trotz erheblicher Flächenvermehrung von 325 000 auf 406 000 Quadratmeter. Das geht aus dem jüngsten Klimaschutzbericht hervor, den der Erste Kreisbeigeordneter Jan Weckler (CDU) dieser Tage vorstellte.

Mittlerweile gibt es mehr Schüler, mehr Klassenräume, mehr Mensen, mehr Computer. Trotzdem ging der Energieverbrauch zurück. Beim Wärmeverbrauch haben sich Energieeinsparungen, Dämmungen und Effizienzsteigerungen am deutlichsten ausgewirkt. Von 64 500 Megawattstunden im Jahr 1990 ging die Zahl auf 41 300 Megawattstunden im Jahr 2016 (minus 36 Prozent) zurück. Mittlerweile wird ein Viertel des Gesamtenergieverbrauchs aus Holz und Biogas gewonnen, während der Verbrauch von Öl als Energieträger um 62 Prozent, der von Gas um 44 Prozent gesunken ist.

Trotz eines Knicks in der Stastistik – in den Gemeinschaftsunterkünften gibt es laut Weckler einen durchschnittlichen Energieverbrauch von rund 225 Kilowattstunden pro Quadratmeter – erreiche der Wetteraukreis seine Klimaschutzziele. Man habe einen Rückgang der CO2-Emission von 48 Prozent bei Schulen und 23 Prozent bei den Verwaltungsliegenschaften im Vergleich zum Jahr 1990 erreichen können.

Grund dafür sei auch die Nutzung von Fotovoltaikanlagen, die mittlerweile auf den Dächern von 47 Schulen installiert seien. Insgesamt habe der Kreis 2016 fast sechs Millionen Euro für Energie gezahlt.

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