25. März 2019, 19:48 Uhr

Früheres Pali-Kino in neuem Glanz

25. März 2019, 19:48 Uhr
Vor dem Gebäude mit wechselvoller Geschichte treffen sich (v. l.) die Investoren Markus und Carina Jung, Bürgermeister Dirk Antkowiak, Claudia Ziegener-Schwarz (Sparkasse Oberhessen), Investor und Bauunternehmer Matthias Neeb und Architekt Ulrich Ackva.

Bürgermeister Dirk Antkowiak hat sich einen Eindruck vom ehemaligen Pali-Kino in neuem Glanz verschafft – und sich beeindruckt gezeigt. Gemeinsam mit der Investorengemeinschaft Jung & Neeb aus Biebertal und Wetzlar und dem Spiritus Rector des Projektes, dem Architekten Ulrich Ackva, besichtigte Antkowiak das Gebäude an der Ecke Ludwigstraße/Bismarckstraße. Insgesamt 15 Wohnungen unterschiedlicher Größe sind in dem Ensemble entstanden, das eine sehr abwechslungsreiche Geschichte hat.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot das Gebäude als Lokal »Groß-Friedberg« alles, was das Herz der Gastronomie seinerzeit begehrte, und war als Veranstaltungsort für festliche und gehobene gesellschaftliche Ereignisse beliebt. Der Siegeszug des Kinos schließlich ließ das »Pali«-Kino entstehen. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die massiven Kelleranlagen als Bunker für 400 Menschen genutzt. Nachdem das Pali-Kino in den 70er Jahren aufgegeben worden war, gehörte das Gebäude der Sparkasse. Zeitweilig wurde es auch von der Ovag genutzt. Niemand wusste so recht etwas damit anzufangen, und das Gebäude verkam und stellte längere Zeit keinen schönen Anblick inmitten der Stadt dar.

Ausblick über die Stadt

Der denkmalerfahrene Wetzlarer Architekt Ulrich Ackva hatte die Idee der Nutzung als Wohnhaus und erhielt das Gebäude in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde in der Substanz. Jetzt erstrahlt es in neuem Glanz. Im Erdgeschoss zur Ludwigstraße verbergen sich hinter der großzügigen Glasfassade Stellplätze, die bereits mit Elektroladestationen ausgestattet sind. Die Wohnungen, die alle über Balkone oder kleine Terrassen verfügen, finden sich auf unterschiedlich versetzten Ebenen. In den oberen Etagen genießt man bereits den Blick über die Stadt in Richtung Winterstein und Bad Nauheim.

»In der Eingangshalle wäre Platz, um die wechselvolle Geschichte des Hauses auf einer Tafel zu dokumentieren«, sagte Bürgermeister Antkowiak, der sich sehr erfreut zeigte, dass die Stadt ein neues Schmuckstück gewonnen hat. (Foto: pm)

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