Helden und Antihelden in der Literatur

08. Februar 2018, 19:32 Uhr

Seinen Literaturabend am Donnerstag, 22. Februar, widmet der Karbener Literaturfreff dem Thema »Helden und Antihelden in der Literatur«. Beginn ist um 19 Uhr im »Kuhtelier« in Groß-Karben.

Nach mehreren Literaturprogrammen mit dem Schwerpunkt »Frauen in der Literatur« werden nun beim Heldenthema männliche Vertreter bevorzugt. Ihrer außergewöhnlichen Stärken, ihres Mutes, ihrer Tapferkeit, Aufopferungsbereitschaft und Furchtlosigkeit gerühmt, sind es Helden, die oft im Fokus von Bewunderung stehen. Die Taten sind es, die sie zum Besonderen werden lassen. Verehrt wird meist die Handlungsweise, weniger die Persönlichkeit oder der Charakter. Durch ruhmvolle Taten von Frauen verehrt und begehrt, als biederer Ehegatte und Familienvater aber wohl weniger geeignet. Ihr Heldenruhm lässt sie oft auch unsterblich werden.

Die Rede vom Antiheroischen und vom Antihelden hingegen ist ein modernes Phänomen. In der modernen Literatur entsteht die Figur des Antihelden als eine im Wesentlichen durch ihr Scheitern bestimmte Person. Ein unverstandener Außenseiter, vergeblich nach Anerkennung strebend. Oder ein geborener Verlierer, der in allem, was er anpackt, scheitert. Meist mangelt es dem Antihelden an der Tugend der Tat, er zeigt Schwächen, auch Passivität oder Langeweile, und wird dann als Außenseiter der Gesellschaft betrachtet.

Das Programm bedient den Heldenmythos mit folgenden literarischen Texten: Friedrich Schillers »Wallenstein«, Fontanes »John Maynard«, Herman Melvilles »Bartleby« (als Antiheld), Jaroslav Haseks unfreiwilliger Held »Der brave Soldat Schwejk«, Beiträge von Jan Valtin und Reinhold Messner und als Kontrapunkt »Zwei alte Frauen« von Velma Wallis. Die begleitenden musikalischen Beiträge werden von der Pianistin Martina Riedel vorgetragen. Der Eintritt ist frei.

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