21 weitere Filialen

»Hinnerbäcker« will nach Norden expandieren

Die Firma »Hinnerbäcker« wächst weiter. Wie die HNA berichtet, will »Hinnerbäcker« das insolvente Backparadies Jungclas in Treysa übernehmen – mit seinen 21 Filialen und 212 Mitarbeitern.
03. Januar 2018, 07:00 Uhr
Das Schwälmer Backparadies Jungclas mit seinen 21 Filialen rund um Treysa ist insolvent. Der »Hinnerbäcker« steht offenbar für eine Übernahme bereit. (Foto: Sandra Rose/HNA)

Eine Gläubigerversammlung sei für den 10. Januar vorgesehen. Dort werde über die Pläne beraten, bestätigte Insolvenzverwalter Dr. Hans-Jörg Laudenbach der Zeitung. »Wir befinden uns auf der Zielgeraden«, sagte der Rechtsanwalt.

Mitte September hatte das Schwälmer Backparadies vorläufige Insolvenz beantragt, im November war das Ganze in eine »Geordnete Insolvenz« überführt worden.

In den vergangenen Wochen war es gelungen, das Unternehmen zu stabilisieren: Es fanden sich neue Bäcker, auch ein Produktionsleiter. Der Name Jungclas soll dem Vernehmen nach erhalten bleiben. Geht es nach dem Insolvenzverwalter wird sich in den kommenden Wochen zusammen mit der Familie Jungclas eine Gesellschaft gründen. Darauf habe man auch mit den Vermietern der Filialen hingearbeitet, erklärt Laudenbach.

1854 in Steinfurth gegründet

Der Standort der Bäckerei in Treysa soll demnach erhalten bleiben, wohl auch die Filialen. Mit dem Hinnerbäcker habe man einen »sehr engagierten« Investor gefunden, der beste Erfahrungen habe. »Das Team kann das stemmen«, ist der Insolvenzverwalter überzeugt. Die Firma sehe mit der Übernahme die Möglichkeit, sich auch in Nordhessen auszubreiten.

Der »Hinnerbäcker« gründete sich 1854 in Steinfurth. Der Name geht auf den Standort, die »Hinnergasse« zurück. Die Bäckerei im Familienbesitz eröffnete 1976 ihre erste Filiale, die Produktionsflächen wurden stetig erweitert. 1998 entstand eine neue Produktionshalle in Berstadt. Der »Hinnerbäcker« gilt als ältestes Bäckereiunternehmen im Kreis, zuletzt waren mehr als 350 Mitarbeiter dort beschäftigt, in insgesamt 50 Filialen und 18 Bistro-Cafés. 2015 ergab sich durch die Insolvenz der Frankfurter Großbäckerei Meyer für das Unternehmen die Möglichkeit, Standorte in der Mainmetropole in das eigene Filialnetz zu integrieren.

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