Anteilnahme

Trauer nach dem Horror-Unfall auf der A 45

Die Todesopfer und Schwerverletzten des Dramas auf der A45 am Dienstag waren auf dem Heimweg von ihrem Arbeitsplatz, einer Bad Nauheimer Reha-Klinik. Die Kollegen sind geschockt.
08. Februar 2018, 17:40 Uhr
An den Flaggen vor der Reha-Klinik am Sprudelhof hängen schwarze Trauerbänder. Der Grund: Zwei Mitarbeiter sind bei einem Verkehrsunfall auf der A45 am Dienstag gestorben. Die Kollegen sind geschockt. (Foto: vpf)

An der Reha-Klinik am Sprudelhof hängt Trauerbeflaggung. Der Grund: In dem Auto, das sich bei dem schweren Verkehrsunfall auf der A45 am Dienstag überschlagen hat, saßen vier Mitarbeiter der Klinik. Sie bildeten eine Fahrgemeinschaft von der Kurstadt in den Kreis Gießen. Zwei von ihnen sind tot, ein weiterer schwebt in Lebensgefahr. Die Fahrerin hat überlebt. Sie ist schwer verletzt.

Die Nachricht erreichte uns noch am selben Abend. Wir waren unglaublich geschockt

Chefarzt Dr. Björn Kristof Bock

»Unsere Mitarbeiter waren auf dem Nachhauseweg, als der Unfall passierte«, sagt Dr. Björn Kristof Bock, Chefarzt der Reha-Klinik. »Die Nachricht erreichte uns noch am selben Abend. Wir waren unglaublich geschockt.« Dass die Klinik Trauerbeflaggung setze, sei selbstverständlich: »Wir möchten so unser Mitgefühl ausdrücken. Das sind wir unseren Mitarbeitern schuldig.« Die beiden Toten – 55 und 48 Jahre alt – stammen aus Pohlheim und Lahnau. Einer starb noch an der Unfallstelle, der andere im Rettungshubschrauber. Neben der Trauer bleibt nun vor allem eines: Die Hoffnung, dass es bei zwei Todesopfern bleibt. »Dem dritten Mann, der im Auto saß, geht es nach wie vor sehr schlecht«, sagt Bock. Die Fahrerin, eine 57-Jährige aus Heuchelheim, wurde schwer verletzt, schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr.

Der Unfall auf der A 45 ereignete sich am Dienstag zwischen dem Gambacher Kreuz und der Talbrücke Langgöns. Laut Polizei war der Citroën, in dem die Fahrgemeinschaft saß, aus Richtung Frankfurt kommend auf die A45 in Richtung Gießen aufgefahren. Als die Fahrerin auf die mittlere Spur wechseln wollte, übersah ein Laster das Auto, als er von dieser auf die rechte Fahrspur wechseln wollte. Der Lkw erwischte den Citroën am Heck. Das Auto, in dem die Klinikmitarbeiter saßen, geriet ins Schleudern und kollidierte mit einem auf der linken Fahrspur herannahenden VW Touran. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Citroën und blieb auf dem Dach liegen. Die beiden Insassen des VW, ein 52-Jähriger und eine 32-Jährige aus Braunschweig, wurden leicht verletzt. Der Lkw-Fahrer blieb unversehrt. Die A45 war stundenlang gesperrt.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Arbeitsplätze
  • Citroën
  • Polizei
  • Todesopfer
  • VW
  • Bad Nauheim
  • Valerie Pfitzner
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 1 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.