Die Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen hält am Wochenende ein Topspiel bereit. So ist die gastgebende SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen auch nach 18 Saisonspielen noch immer ungeschlagen und führt die Tabelle mit acht Punkten vor dem sonntäglichen Gegner SV Hattendorf an, der allerdings zwei Partien weniger ausgetragen hat. Mit Christian Kuhn spielt zudem der Toptorjäger der Klasse (21 Tore) beim Ligaprimus, während sich auf der anderen Seite mit Christian Andreev und Edgar Klaus (beide 15 Saisontreffer) gleich zwei extrem torgefährliche Spieler befinden.

Es stehen sich die zwei angriffsstärksten Teams der Liga gegenüber, aber auch die beiden abwehrstärksten. Beide Statistiken sprechen somit für ausgeglichene Verhältnisse. 1:1 endete das Hinspiel, obwohl die Hattendorfer nach 90 Minuten trotz der Roten Karte für Torschütze Andreev (48.) verdient mit 1:0 führten. Doch in der fünften Minute der Nachspielzeit zeigte einmal mehr Kuhn, was in seinem rechten Fuß steckt, und traf per Freistoß doch noch zum Ausgleich. Auch wenn der SVH in diesem Kalenderjahr noch zu keinem Punktspieleinsatz kam, werden die Akteure um Spielertrainer Christian Langhof ganz sicher gut vorbereitet in diese Begegnung gehen.

Abgesehen von diesem Spitzenspiel bietet die Liga aber auch anderes Interessantes. So empfängt die abstiegsgefährdete FSG Lumda/Geilshausen die SG Groß-Eichen/Atzenhain zum Derby und hofft dabei auf ein erfolgreiches Match. Denn schließlich muss der Derby-Gastgeber ordentlich aufs Gaspedal treten, um in Sichtweite der Nichtabstiegsplätze zu kommen. Zuletzt setzte es eine 1:5-Schlappe bei der SG Schwalmtal, deren Höhe allerdings zu deutlich ausfiel: »Bis zur Schwälmer Führung hätten wir durchaus 2:0 führen können«, erinnert sich Coach Matthias Röhmig, gemeinsam mit Spielertrainer Patrick Sagrauske im FSG-Trainerteam, und fügt hinzu: »Zurzeit fehlt uns auch aufgrund einiger Ausfälle noch die Offensiv-Power.« Dennoch gibt sich Röhmig optimistisch und hat auf jeden Fall auch schon eine positive Entwicklung in der Truppe ausgemacht. Was das Derby betrifft, so stuft er die Austragung der Partie aufgrund der Platzverhältnisse als »gefährdet« ein. Dagegen hofft Gäste-Co-Trainer Björn Geißler darauf, dass »wir endlich wieder Fußball spielen«. Seit dem 17. Januar befindet sich der Aufsteiger im Vorbereitungstraining und tauchte bislang noch nicht im Pflichtspielprogramm auf. »So, wie es im Moment aussieht, werden mit Kevin Jost (privat verhindert), Flo Sroka und Filip Stamm (beide verletzt) am Sonntag drei Spieler ausfallen; alle anderen sind gesund und außerdem topfit«, ergänzt Geißler.

Und auch die Kreisliga B Alsfeld/Gießen bietet mit der Partie zwischen dem TV/VfR Groß-Felda und der FSG Kirtorf eine Spitzenpartie. Zuletzt verloren die Kirtorfer bei der FSG Alsfeld/Eifa ihr erstes Saisonspiel und ließen nur drei Tage später im Derby gegen die FSG Homberg/Ober-Ofleiden II die nächste Pleite folgen (siehe unten). Dennoch liegen sie auch weiterhin mit 37 Punkten auf dem zweiten Rang der Tabelle. Punktgleich dahinter lauert der TV/VfR und könnte mit einem Heimsieg vorbeiziehen. Trotz der beiden Niederlagen »ist und bleibt die FSG Kirtorf Aufstiegsfavorit«, stellt der Groß-Feldaer Coach Bernd Schäfer fest; »so etwas kann gegen einen starken Gegner wie die FSG Alsfeld/Eifa auf dem ungewohnten Kunstrasenplatz immer mal passieren.« Zurzeit müssen die Groß-Feldaer auf eine ganze Reihe von Spielern verletzungsbedingt verzichten, »und bedenkt man den Abgang von Niklas Zeuner, so liegt die Favoritenrolle eindeutig bei den Kirtorfern«. Voll des Lobes ist Schäfer dennoch für seine Spieler, die eine »gute Vorbereitung absolviert haben« und »mit guter Stimmung und Teamgeist« in die Spitzenpartie gehen werden. Deutlich mehr Respekt zeigt der Groß-Feldaer Lizenzinhaber vor der bevorstehenden Flut von Nachholspielen. Das sei »für Amateurspieler schon grenzwertig«. Schäfer hofft für Sonntag »auf ein Einsehen des Wettergottes«.

Motivation der beiden Kontrahenten könnte im Übrigen die schwere Aufgabe des B-Liga-Spitzenreiters sein, der sich bei der SG Appenrod/Maulbach beweisen muss; gewiss eine anspruchsvolle Aufgabe für den FC Weickartshain.

Homberg in Kleinlinden zu Gast

In der Kreisoberliga verfolgt auch die SG Altenburg/Schwabenrod/Eudorf weiterhin hohe Ziele. Als Tabellendritter geht es zum Schlusslicht der Liga, dem TSV Burg-/Nieder-Gemünden. Der Truppe von Roland Mohr dürfte auch in diesem Match alles abverlangt werden. Auf jeden Fall könnte die SG bereits im Falle eines Punktgewinns am spielfreien MTV Gießen vorbei auf Platz zwei ziehen. Ein mindestens ebenso wichtiges Spiel steht der FSG Homberg/Ober-Ofleiden bevor, die zu Gast in Kleinlinden ist. Der TSV steht aktuell auf einem Abstiegsplatz und könnte mit einem Sieg an der FSG vorbeiziehen. Das aber werden die Ohmstädter verhindern wollen und können durchaus mit einem ordentlichen Maß an Selbstbewusstsein nach Gießen reisen.

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