Handball

Gala der HSG Wetzlar

Die HSG Wetzlar hat dank einer starken zweiten Halbzeit gegen FA Göppingen am Donnerstag einen klaren Sieg gelandet. Am Ende hieß es 34:27 für die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider.
08. Februar 2018, 20:24 Uhr
Wetzlars Trainer Kai Wandschneider kann mit dem Spiel und dem Ergebnis seiner Truppe mehr als zufrieden sein.(Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Richtig viel Abwehrspiel zeigten beide Seiten vor allem in der ersten Halbzeit kaum. Trotzdem gab es auch im Angriff Schwachstellen. Während die Grün-Weißen unermüdlich die Göppinger Deckungsmitte beackerten und die Außenspieler verhungern ließen, bevorzugten die Gäste oftmals Standhandball mit präzisen Geschossen aus dem Rückraum. So beim 2:0 von Allan Damgaard, der die Kugel in der fünften Minute humorlos aus dem Stand hinter Benjamin Buric versenkte.

Trotzdem war es vor allem dem Wetzlarer Schlussmann zu verdanken, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit den Anschluss halten konnte. Acht Paraden gingen in den ersten 30 Minuten auf sein Konto. »In der ersten Halbzeit war ich zufrieden mit dem Angriff«, erklärte Trainer Kai Wandschneider. »Aber wir haben in der Abwehr kaum unterbrochen, da haben wir einfach gepennt.« Göppingen war, wie in einigen Partien zuvor schon, dazu gezwungen, im Rückraum mit drei Rechtshändern zu operieren. Coach Rolf Brack änderte aber Mitte der ersten Hälfte die Taktik, agierte mit zwei Kreisläufern – Kresimir Kozina und Jacob Bagersted, und den Strategen Damgaard und Zarko Sesum. Lange, von wenig Bewegung geprägte Angriffe waren die Folge, die die HSG trotzdem nur selten unterbinden konnte. Vorne funktionierte die Achse Philipp Pöter/Olle Forsell Schefvert/Jannik Kohlbacher dafür glänzend. Nationalkreisläufer Kohlbacher hatte zur Pause bereits fünf Treffer auf seinem Konto. Pöter setzte sich einige Male gut durch und kam so auf vier, Schefvert auf drei Tore.

Die zweite Hälfte begann mit einem Schockmoment für Wetzlar. Forsell Schefvert blieb nach einem Foul im Getümmel liegen, krümmte sich und musste vom Feld geführt werden. Für den Rest der Mannschaft und die Halle erschien die Verletzung wie ein Weckruf. Fortan marschierten die Grün-Weißen. In der 36. Minute sorgte Stefan Cavor für die erste Wetzlarer Führung zum 19:18. Stefan Kneer, für Forsell Schefvert eingewechselt, hämmerte die Kugel zum 20:18 (37.) in die Maschen, doch Marcel Schiller sorgte eine Minute später noch einmal für den 20:20-Ausgleich. In der Folge machte Göppingen einige Fehler zu viel, agierte mit dem siebten Feldspieler, hatte aber auch damit keinen Erfolg. Nach dem Buric-Tor zum 24:20 versuchte Brack, Ordnung ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen, aber der Wetzlarer Sturmlauf war unaufhaltsam. »Wir haben nach dem Wechsel alles weggegeben, was wir uns in der ersten Halbzeit erarbeitet haben«, bemängelte Schiller. »Wir waren lange nicht aggressiv genug«, schlug der zum Zuschauen verdammte Wetzlarer Alexander Hermann in die gleiche Kerbe. »Mit der Aggressivität kamen dann auch die spielerischen Elemente.«

Aus einer viel griffigeren und beweglicheren Abwehr heraus konterte die HSG sämtliche Aufgaben, die Göppingen stellte. Kneer lud in der 45. Minute zum vierten Mal durch und brachte seine Farben mit 26:20 in Front. Cavor sorgte fünf Minuten später für das 30:22 – bei Wetzlar klappte einfach alles. »Wir sind schon mit gedämpften Erwartungen hier hergefahren«, erklärte Brack. »Uns war klar, dass wir aufgrund der personellen Voraussetzungen etwas Besonderes leisten mussten. Die Frische hat aber nur für 40 Minuten gereicht.« Sein Gegenüber war stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. »Ich habe in den Augen der Spieler gesehen, dass einige sehr nervös waren. Pöter hat herausragend Regie geführt, Kneer sehr mutig gespielt. Unsere personellen Wechsel haben eingeschlagen.«

HSG Wetzlar: Klimpke, Buric (1), Weber; Kneer (4), Björnsen (3), Pöter (4), Ferraz, Mirkulovski, Volentics, Holst (4/4), Forsell Schefvert (3), Kvist (1), Klesniks, Lindskog, Cavor (6), Kohlbacher (8). FA Göppingen: Rebmann, Prost; Kneule (2), Ritterbach, Damgaard (2), Bagersted (4), Sesum (5), Fontaine, Schiller (10/6), Rentschler (2), Nägele, Kozina (2). Im Stenogramm:  Schiedsrichter: Robert Schulze/Tobias Tönnies (Magdeburg/Stendal). – Zuschauer: 3824 –  Strafminuten: 4 –8. – Siebenmeter: 4/4 – 8/6.

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