07. Februar 2019, 07:00 Uhr

HSG Wetzlar

HSG Wetzlar: Wandschneider fordert Leidenschaft und Disziplin

Die Handball-WM ist Geschichte, die HSG Wetzlar um einen EHF-Mastercoach, Kai Wandschneider, reicher. Am Donnerstag beginnt der Liga-Alltag.
07. Februar 2019, 07:00 Uhr
Wetzlars norwegischer Rechtsaußen Kristian Björnsen läuft heute Abend gegen Flensburg/Handewitt zum Bundesliga-Restart als Vizeweltmeister in die Rittal-Arena ein. (Foto: Vogler)

HSG Wetzlar


Vor dem Anpfiff ist eine Ehrung von Wetzlars norwegischen WM-Silbermedaillengewinner Kristian Björnsen geplant. Wandschneider wünscht sich von der Mannschaft »Disziplin, Hingabe, Leidenschaft und die Hilfe der Zuschauer«, um einen guten Einstieg gegen den verlustpunktfreien Bundesliga-Spitzenreiter zu schaffen. Der deutsche Meister ist gespickt mit Weltmeistern und Vizeweltmeistern.

Personalsorgen auf beiden Seiten: Die Verletzung von Wetzlars Alexander Hermann, der sich in der WM-Vorbereitung einen Mittelfußbruch zugezogen hat, ist für Wandschneider »ein Schlag ins Kontor«. Auch Stefan Kneer wird den Grün-Weißen fehlen. Nach seinem Wiedereinstieg ins Training setzt ihn ein Muskelfaserriss im Oberschenkel außer Gefecht. Zudem hat sich Joao Ferraz einen grippalen Infekt eingefangen. Bei den Flensburgern wird Jim Gottfridsson mit einem Muskelfaserriss in der Wade fehlen. Bei Magnus Rød, Lasse Svan und Rasmus Lauge, die der SG in den letzten Tage Sorgen bereitet haben, stehen die Chancen auf einen Einsatz wesentlich besser.

Gute Nachrichten bei der HSG: Rechtsaußen Lars Weissgerber ist wieder voll im Trainingsbetrieb. Der Neuzugang ist nach seiner Knöchelfraktur, die er sich im Oktober in Kiel zugezogen hatte, wieder fit. Beim Testspiel gegen Ferndorf hat er bereits eine Halbzeit absolviert. Torhüter Tibor Ivanisevic ist nach seinem Außenbandriss im rechten Knie wieder voll belastbar. Auch Hendrik Schreiber ist in guter Verfassung. Aufgrund von Prüfungen hatte er Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger für das Vier-Länder-Turnier in Portugal eine Absage erteilt. »Seitdem er seine Prüfungen hinter sich hat, lebt er richtig auf, die Belastung ist weg«, erklärte Wandschneider.

Das Basteln geht weiter: Wandschneider fehlen durch die Ausfälle Variationsmöglichkeiten in Angriff wie Abwehr. Stefan Cavor steht auf seiner Position im rechten Rückraum allein da. Stellt sich die Frage, ob er durchspielen muss oder der Trainer das Risiko von noch mehr Angriff-Abwehr-Wechseln geht. Im Innenblock stehen mit Olle Forsell Schefvert, Nils Torbrügge und Anton Lindskog nur drei Spieler zur Verfügung, wobei Forsell Schefvert gegen Flensburg aber auch mal auf der Halbposition gebraucht wird. »Das bedeutet, du stehst mit zwei Kreisläufern, was auch bedeutet, dass du mit zwei Kreisläufern in den Gegenstoß gehen musst«, sagt Wandschneider. »Vielleicht werde ich eine Zeit lang mit drei Rechtshändern spielen, damit Cavor mal eine Pause bekommt.« Seit Ende Oktober holte die HSG zehn Punkte, darunter die Heimsiege gegen Leipzig und Hannover. »Das ist überragend«, so Wandschneider »Aber in den Auswärtsspielen wurde uns klargemacht, dass wir nur auf einen Kern von etwa neun Spielern zurückgreifen können, die den Unterschied machen. Plus dieser junge, ›Handballgott‹ hätte ich jetzt beinahe gesagt, Till Klimpke. Es ist unfassbar, was der Junge macht.«

Die Taktik: »Wir brauchen eine echt geile Abwehr«, meint Wandschneider. Zudem dürfen sich die Wetzlarer kaum technische Fehler im Vorwärtsgang leisten, denn die DNA von Flensburg ist der Gegenstoß. »Unsere WM-Teilnehmer haben alle Lust, wieder Handball zu spielen und das nächste Ziel in Angriff zu nehmen«, erklärte SG-Coach Maik Machulla. »Sie haben alle großes Selbstvertrauen bei dem Turnier getankt. Wozu Wetzlar zu Hause in der Lage ist, wissen wir alle. Das ist eine Mannschaft, die immer kämpft und alles gibt.« Nur ungern denken die Nordlichter an das Hinspiel zurück, das die HSG unglücklich mit 29:30 verlor.

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