08. März 2018, 22:03 Uhr

HSG Wetzlar

Niederlage in Flensburg

Handball-Bundesligist HSG Wetzlar unterliegt mit 27:34 (15:16) bei SG Flensburg/Handewitt und damit erstmals im Jahr 2018.
08. März 2018, 22:03 Uhr
Wetzlars Stefan Kneer (4) war gegen die Flensburger Deckung mit Thomas Mogensen (links) und Tobias Karlsson dreimal erfolgreich. (Foto: Bergmann)

HSG Wetzlar


Die HSG Wetzlar hat die erste Niederlage 2018 hinnehmen müssen. Erwartungsgemäß. Im Nachholspiel bei der SG Flensburg/Handewitt unterlagen die Mittelhessen am Donnerstagabend mit 27:34 (15:16) und verpassten damit eine ähnliche Sensation wie vor drei Wochen beim Rekordmeister THW Kiel. Ohne die verletzten Alexander Hermannn, Philipp Pöter und Benjamin Buric angetreten, waren die Schützlinge von Trainer Kai Wandschneider vor fast 6000 Zuschauern allerdings 40 Minuten lang ein ebenbürtiger Gegner. Erst nach dem 20:21 von Kristian Björnsen in der 42. Minute mussten Grün-Weißen abreißen und den gastgebenden Titelanwärter vorentscheidend auf 26:20 (48.) davonziehen lassen.

»Wir haben gut gefightet, sind ordentlich in die zweite Halbzeit gekommen und haben so bis zur 40. Minute mitgehalten«, zeigte sich Wetzlars Trainer Kai Wandschneider mit der Leistung seiner Mannschaft trotz der Zusatzbelastung zufrieden, schränkte dann jedoch ein: »Geärgert hat mich die Vielzahl der technischen Fehler, dadurch haben wir zuviele Konter bekommen und sind klar auf die Verliererstraße geraten.«

Der Wetzlarer Trainer bezog sich auf die Phase zwischen der 40. und 50. Minute, als aus der ausgeglichenen eine letztlich doch noch einseitige Partie wurde, da vor allem auf der halbrechten Seite die Angriffsdisziplin fehlte.

Stefan Kneer, von Halblinks dreimal erfolgreich, sah dies ähnlich: »Wenn wir bis zehn Minuten vor Schluss auf zwei, drei Treffer drangeblieben wären, hätte sich hier vielleicht auch eine Chance geboten. Unsere gefühlten zehn technischen Fehler zwischen der 40. und 50. Minute haben das aber leider verhindert.

Aktivposten im Team der HSG Wetzlar war Buric-Vertreter Nikolai Weber im Tor, der mit einem Dutzend Paraden – unter anderem einen gehaltenen Siebenmeter gegen Kentin Mahé (30.) – seinem Team den Rücken frei hielt und nach dem 10:15-Rückstand (25.) bis zur Pause wieder auf 15:16 (29., Lindskog) aufschließen ließ.

Immer dann, wenn die Norddeutschen den Ball schnell und das Spiel breit machten, hatten die Grün-Weißen Probleme. Entweder verwandelte Hampus Wanne für die SG von Linksaußen oder Linkshänder Holger Glandorf zeigte sich aus dem Rückraum treffsicher. Die meisten Gegentreffer aber kassierten die Wetzlarer über die erste und zweite Welle der Flensburger nach tölpelhaften Abspiel- und Fangfehlern im eigenen Aufbau (17. Ferraz, 46. Cavor). »Wir haben 45 Minuten super in der Abwehr gestanden, aber dann haben wir zu viele leichte Fehler gemacht, die zu vielen Gegenstößen geführt haben«, sagte Rechtsaußen Miroslav Volentics, der in der zweiten Hälfte für Kristian Björnsen auflaufen durfte.

Überhaupt wechselte Trainer Wandschneider in der zweiten Halbzeit kräftig, verschaffte somit auf der einen Seite Miroslav Volentic, Fabian Kraft und Till Klimpke Spielanteile, zum anderen wurden bei den Stammspielern im Hinblick auf das Derby beim TV 05/07 Hüttenberg Kräfte gespart. »Für uns steht jetzt an erster Stelle das Derby am Sonntag«, war Wandschneider zudem froh, nicht mit einem weiteren verletzten Spieler die Heimreise antreten zu müssen.

Obwohl man anhand der Körpersprache zwischenzeitlich das Gefühl nicht los wurde, dass beide Teams nicht bei 100 Prozent waren, traten vor allem die Flensburger in der Endphase das Gaspedal noch einmal durch. Beim 30:22 (53., Lauge) drohte Wetzlar gar eine zweistellige Niederlage – überrollen ließen sich die Mittelhessen dann aber nicht.

SG Flensburg/Handewitt: Andersson, Möller; Karlsson, Glandorf (8), Mogensen (4), Svan (1), Wanne (9), Jeppsson, Steinhauser (2), Heinl, Zachariassen (1), Toft Hansen (2), Gottfridsson (2), Lauge (3), Mahé (2/1).

HSG Wetzlar: Klimpke, Weber; Kneer, (3) Björnsen (7/5), Ferraz, Mirkulowski (2), Volentic (2), Holst, Kraft, Forsell-Schefvert (4), Kvist (2), Klesniks, Lindskog (1), Cavor (3), Kohlbacher (3).

Im Stenogramm / SR.: Schulze (Magdeburg)/Tönnies (Stendal). - Zuschauer: 5821. - Strafminuten: 10:6. -

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