13. März 2019, 07:00 Uhr

Gießen 46ers

Playoff-Chance für Gießen 46ers noch da

Spannung pur in der BBL um die Playoff-Plätze sechs bis acht. Sieben Teams streiten um drei Ränge – die anderen fünf scheinen vergeben zu sein. Mit dabei sind die Gießen 46ers.
13. März 2019, 07:00 Uhr
High-Five zwischen Larry Gordon (l.) und 46ers-Kapitän John Bryant, die mit ihrem Basketball-Bundesliga-Team noch Chancen auf die Playoffs haben. (Foto: Vogel)

Gießen 46ers


Gießens Cheftrainer Ingo Freyer scheut das Wort Playoffs wie der Teufel das Weihwasser. Seine Spieler dagegen gehen damit offener um: Das Erreichen der Ausscheidungsrunde im Kampf um die deutsche Basketball-Meisterschaft ist für sie das große Ziel. Sie wissen aber nur zu genau, dass dies noch ein langer, steiniger Weg ist. Mit 22:24 Punkten belegen die Gießener momentan Rang zwölf.

Den sechsten Platz nehmen aktuell die Baskets aus Bonn ein, die 24:20 Zähler bei einem Spiel weniger als die 46ers auf ihrem Konto haben. Noch kann die Freyer-Truppe in den ausstehenden elf Partien das »kleine Wunder« schaffen – die Protagonisten wie Jared Jordan sind auf jeden Fall gewillt. Nach der deutlichen Niederlage am vergangenen Freitag in Bayreuth erklärte der Spielmacher gegenüber dieser Zeitung, dass es noch ein harter Kampf bis dahin sei. »Wir müssen so schnell wie möglich so viele Siege wie möglich einfahren«, lieferte er eine vielsagende Antwort. Und damit sollten die Gießen 46ers am besten gleich am Sonntag gegen Alba Berlin anfangen. Denn es müssen schon noch ein paar Überraschungen gegen vermeintlich stärkere Teams her, damit der Playoff-Zug nicht ohne die 46ers abfährt.

Mit Blick auf das Restprogramm der 46ers haben sie noch zwei direkte Konkurrenten vor der Brust: die Riesen aus Ludwigsburg zu Hause und die Löwen aus Braunschweig in fremder Halle. 46ers-Guard Jordan erklärte, dass er damit rechnet, dass man mindestens 18 Siege vorweisen muss, um im Anwärterpool zu bleiben. Das heißt für die Gießener: noch sieben Siege in den elf Partien bis zum Hauptrunden-Ende. Das ist schwer, erscheint aber machbar, wobei die Partien gegen Ludwigsburg und in Braunschweig gewonnen werden müssen, damit die Quote für mögliche direkte Vergleiche bei Punktgleichheit hoch bleibt.

Bislang sieht es diesbezüglich bei den 46ers gar nicht so schlecht aus: Sie haben die Nase gegenüber Bonn und Ulm vorne, gegenüber Würzburg und Bayreuth dagegen nicht. Im Vergleich mit Ludwigburg hinken sie mit 68:83 hinterher, müssten also das Rückspiel in der Osthalle mit mehr als 15 Punkten gewinnen. Gegenüber Braunschweig weisen sie einen Zwei-Punkte-Vorsprung aus dem Heim-Hinspiel auf, das Rückspiel ist am 5. April. Jordan ist sich sicher, dass es bei der engen Konstellation in der Tabellenmitte im Kampf um die Playoffs auf direkte Vergleiche hinausläuft.

Falls die Gießen 46ers wirklich in die Playoffs einziehen, würden sie damit eine lang anhaltende Flaute beenden. Zuletzt war Gießen in der Saison 2004/2005 in der Runde der letzten acht Teams. Unter dem damaligen Trainer Stefan Koch, der aktuell für MagentaSport die Bundesliga-Spiele moderiert, entfachten die 46ers eine riesige Basketball-Begeisterung in der Stadt an der Lahn. Mit dem genialen Allrounder Chuck Eidson sowie Anton Gavel oder Lou Campbell, um nur drei der Hauptdarsteller zu nennen, drangen die 46ers bis ins Halbfinale vor. Dort schied die Koch-Truppe dann vom Verletzungspech verfolgt gegen Bamberg mit 1:3-Siegen aus. Unvergesslich bleibt aber das entscheidende fünfte Spiel in der Viertelfinal-Serie in Köln, als 1500 Gießener Fans das 78:69 gegen die Startruppe vom Dom, die 40-Eidson-Punkte und das Weiterkommen bejubelten.

Info

Gießen 46ers

Restprogramm

17. März (18 Uhr): gegen Berlin

19. März (20.30 Uhr): beim MBC

30. März (18 Uhr): gegen Crailsheim

05. April (20.30 Uhr): in Braunschweig

14. April (18 Uhr): gegen Ludwigsburg

21. April (15 Uhr): in Göttingen

27. April (18 Uhr): gegen Jena

30. April (20.30 Uhr): in Oldenburg

05. Mai (15 Uhr): gegen München

10. Mai (19 Uhr): in Vechta

12. Mai (18 Uhr): in Frankfurt

 

Direkter Vergleich (aus Sicht der 46ers):

Würzburg: 85:81 / 84:101 (für Würzburg)

Ulm: 92:91 / 99:90 (für Gießen)

Bayreuth: 90:95 / 80:95 (für Bayreuth)

Bonn: 92:99 / 105:97 (für Gießen)

Ludwigburg: 68:83

Braunschweig: 99:97

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