ProB

Rackelos vergeben letzten Angriff und verlieren

14. Januar 2018, 21:08 Uhr

Gegen die Iserlohn Kangaroos haben die Gießen 46ers Rackelos einfach kein Glück. Bereits in der Hinrunde hatte die Mannschaft des Trainerduos Rolf Scholz und Lutz Mandler hauchdünn verloren. Und auch diesmal verließen die mittelhessischen Basketballer das Spitzenspiel in der ProB zwischen dem Tabellendritten und dem punktgleichen Vierten als Verlierer. Aber wie knapp: Erst nach der allerletzten Sekunde stand die 77:78 (45:53)-Niederlage fest.

Dabei hatten die Rackelos kurz vor Schluss den Matchball in der Hand: Iserlohn traf nur einen seiner beiden Freiwürfe zum 78:77, und Gießen hatte nun 24 Sekunden für den letzten Angriff. Diesen spielten die 46ers auch nach Plan durch, bis Alen Pjanic den herausgespielten freien Wurf nahm – die Kugel ging aber vorbei. »Das ist natürlich bitter, wenn man so ein knappes Ding verliert. Wir haben das Spiel aber nicht am Ende verloren, sondern in den ersten drei Vierteln«, sagte Scholz. Denn dass es überhaupt zu diesem engen Finish kam, lag am bärenstarken Endspurt, den die Mittelhessen aufs Parkett legten.

Pointguard Bjarne Kraushaar fehlte den Gästen durch seine Oberschenkelverletzung spürbar. Zwar hätte mit Dennis Mavin der mittlerweile spielberechtigte neue Pointguard sein Debüt geben können, aber kurzfristig entschieden sich die Rackelos, die beiden Nicht-EU-Ausländerpositionen mit Jeril Taylor und Nick Hornsby zu besetzen.

Starker Schlussspurt

So fand Gießen lange Zeit kein Mittel gegen die aggressive Verteidigung der Iserlohner, die schon nach fünf Minuten ein 13:5 vorgelegt hatten. Angeführt vom überragenden Taylor, der in der ersten Halbzeit 25 Punkte erzielte, gelang den Rackelos aber der Anschluss und in der 18. Minute sogar die 42:39-Führung. Aber die Kangaroos unterbanden das Gießener Aufbäumen postwendend mit einem 14:3-Lauf auf den 53:45-Pausenstand. Und es kam noch schlimmer: Im dritten Viertel gewährte die Heimmannschaft den Hessen keinen Stich, sodass diese nur sieben Zähler in diesem Abschnitt markieren konnten. Angesichts des 52:66-Rückstands schien Gießen bereits jetzt verloren zu haben. Aber die Umstellung auf Zone brachte die Wende: »Da haben wir clevere Lösungen im Angriff gefunden und uns nicht mehr zu Ballverlusten hinreißen lassen«, so Scholz. Und tatsächlich bedeutete ein Dreier von Leo Vrkas zum 74:73 (39.) die Gießener Führung. Doch das glücklichere Ende hatte Iserlohn.

Iserlohn: de Oliveira (7), Kutzschmar (2), Schwarz (3/1), J. Dahmen, Scott (10), Nicholas (22/3), Khartchenkov (19/1), Ziring, R. Dahmen (15/2), Giddens.

Gießen: Taylor (31/3), Pjanic, Uhlemann (2), Okpara, Lischka (16), Schick (9), Vrkas (9/3), Okao, Hornsby (10).

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