09. November 2018, 07:00 Uhr

2. Handball-Liga

Von der einfachen Lebensweisheit

Doppelspieltag in der 2. Bundesliga für die Akteure des TV Hüttenberg. Einer davon ist Björn Zintel. Der Neuzugang ist erst seit sechs Monaten da, doch ein bisschen Heimat hat er schon gefunden.
09. November 2018, 07:00 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg


Fehlt einzig, dass sein TV 05/07 Hüttenberg mehr Konstanz zeigt. Gleich zweimal hat Zintel mit seinen Teamkollegen binnen 48 Stunden dazu Gelegenheit. Heute Abend geht es um 19.30 Uhr gegen den TuS Ferndorf – und nach nur kurzer Regeneration am Sonntagvormittag zum Spiel beim HBW Balingen-Weilstetten (Anpfiff: 17 Uhr).

Nur gut, dass der Erstliga-Absteiger in dieser Saison im Rückraum über Alternativen verfügt. Dies trifft auch auf die Position des Spielmachers zu. Die sich, nach dem Weggang von Eigengewächs Dominik Mappes, Tomáš Sklenák mit Neuzugang Björn Zintel teilt – und der sich im beschaulichen Mittelhessen wohlfühlt. »Das ist sehr angenehm. Ich komme ja aus dem Saarland, aus dem kleinen Handballdorf Niederwürzbach.«

Allerdings ist der Regisseur, wie die komplette Mannschaft, noch ein wenig auf der Suche nach der Konstanz. »Da, wo ich viel gespielt habe, habe ich meinen Beitrag zu erfolgreichen Spielen geleistet, denke ich.« so der 22-jährige. Der die Ursache auch nicht so sehr im, bis auf Ragnar Jóhannsson und Tomáš Sklenák, neu formierten Rückraum sieht. »Das sind so ein bisschen Ausreden, die ich so nicht gelten lasse. Klar sind wir im Angriff nicht so eingespielt. Aber oft sind es nur kleine, individuelle, Sachen. Wir haben auch schon früh in der Vorbereitung gute Spiele gemacht. Handball ist Mannschaftssport. Daher ist es wichtig, dass wir die Zeit, die wir zusammen haben, bestens nutzen, damit die Automatismen greifen. Wichtig ist, dass wir Punkte sammeln. Zumal man in dem schnelllebigen Geschäft, wo es sofort wieder an neue Aufgaben wie jetzt am Wochenende, geht, gleich wieder gefordert ist.«

Deshalb hält er sich auch nicht lange mit den drei bitteren Ein-Tor-Niederlagen zu Beginn der Saison auf. »In dieser engen Liga kann es ganz schnell gehen, dass man mit einer kleinen Serie in der Tabelle woanders steht.« Um dann Überraschendes zu bekennen. »Die Tabelle schaue ich mir gar nicht oft an.« Denn: »Wichtiger ist es, daran zu arbeiten, das Beste aus sich und der Mannschaft rauszuholen.« Klar ist für ihn auch, »dass wir als Absteiger der Gejagte sind.

Daher ist die Erwartungshaltung in der 2. Liga eine andere. Damit muss jeder im Kopf klar kommen.« Für den Rechtshänder aber kein Problem. »Wir haben mannschaftsintern ein Ziel, was auch intern bleibt. Wenn die Leute an uns herantragen, dass der TV Hüttenberg doch eigentlich besser stehen müsste, ist das ein Kompliment, dass man es uns zutraut.« Der Profi weiß , dass sein Körper sein Kapital ist, weshalb er, speziell nach kräftzehrenden Spielen, auch vorbeugend den Besuch beim Physio einschiebt. Denn sein Leben ist voll und ganz auf den Handball fokussiert.

»Wenn ich nicht spiele oder trainiere, denke ich an Handball oder schaue Spiele an.« Dennoch weiß er, wie er auch mal den Kopf freibekommt. »Meine Freundin und ich haben im Sommer einen Hundewelpen zu uns geholt. Wenn ich mit ihm rausgehe, kann ich super abschalten. Und der Hund ist etwas Ehrliches. Der mag dich jeden Tag gleich. Egal, ob du gut oder schlecht gespielt hast.«

Fast peinlich ist es dem ehemaligen Jugend- und Junioren-Nationalspieler, dass auf seinem Weihnachtswunschzettel Gesundheit steht. »Das klingt fast dämlich. Aber, dass es mir und allen mir eng verbundenen Personen gut geht, ist wichtiger als alles Materielle.« Um dann noch zu ergänzen. »Erholsame Tage nach Weihnachten, wenn die Liga in die Pause geht, wären auch schön. Mal ein paar Tage abschalten, wegfahren, den Kopf frei bekommen und bei unseren Familien aufschlagen. Einfach zusammen eine gute Zeit haben.« Und an Neujahr seinen 23. Geburtstag feiern.

Vorher allerdings, das bleibt unausgesprochen, will der ehrgeizige Zintel mit seinen Mannschaftskollegen eine gute und möglichst erfolgreiche Zeit haben – die heute beginnen soll. (Foto: ov)

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