17. Februar 2019, 22:08 Uhr

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Die verflixte 13

Die Erfolgsserie des EC Bad Nauheim im Colonel-Knight-Stadion ist gerissen. Nach zwölf Heimsiegen in Folge unterlagen die Roten Teufel in der verflixten 13. Partie den Bietigheim Steelers mit 3:5.
17. Februar 2019, 22:08 Uhr

EC Bad Nauheim


Vor 2246 Zuschauern präsentierte sich der in dieser Saison so lange wankelmütige Meister aus dem Ellental so, wie man ihn kennt; phyisch robust, defensiv stabil und offensiv dank hoher individueller Qualität immer brandgefährlich. Ein Klub, den man sich in der Wetterau ganz gewiss nicht zum Gegner im Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2 wünscht. Zum ersten Mal seit dem 4. November letzten Jahres, seit mehr als dreieinhalb Monaten hat sich der EC Bad Nauheim, der durch Andrej Bires (1:0/4.) und Dustin Sylvester (2:1/23.) zweimal vorgelegt hatte, nunmehr ohne Zähler vom eigenen Publikum verabschiedet.

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Der Unterschied diesmal: die Über- und Unterzahl-Formationen; die eigentliche Stärke der Hessen. Bad Nauheim blieb in seinen beiden Powerplays torlos, und die Steelers nutzten zwei ihrer drei Möglichkeiten, um die Partie binnen vier Minuten (29. bis 33.) zu wenden und aus einem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung zu erspielen.

Aktivposten: Andrei Bires (rechts) erzielte das 1:0 und konnte das 2:1 für den EC Bad Nauheim vorbereiten. Links: Reizfigur Shawn Weller.	(Foto: Chuc)
Aktivposten: Andrei Bires (rechts) erzielte das 1:0 und konnte das 2:1 für den EC Bad Nauh...

»Wir haben ein sehr gutes erstes Drittel gespielt. Aber Bietigheim hat eine enorme Qualität und bestraft jeden Fehler. Das gilt es nun zu analysieren und abzustellen«, sagt Christof Kreutzer, der Trainer des EC Bad Nauheim. Sein Pendant Hugo Boisvert attestierte den 60 Minuten ein Top-Niveau. »Das war ein sehr gutes Spiel zweier sehr guter Mannschaften. Unser Ziel war es, die Special-Teams zu gewinnen. Das ist uns gelungen.«

EC Bad Nauheim: Louke Oakley muss zuschauen

Bad Nauheim - gegenüber dem Freitag mit Zach Hamill anstelle von Louke Oakley auf dem Spielbericht - kam gut in die Partie, spielte forsch und frech auf. Die ersten zehn, zwölf Minuten machten Hoffnung auf eine Fortsetzung der Serie im eigenen Stadion. Bires reagierte nach einem Rebound von der Bande gedankenschnell und traf zur Führung. Durch Denis Shevyrin und Cody Sylvester hatten die Hausherren gleich im Anschluss weitere gute Möglichkeiten. Nach einem ersten Pfostenschuss der Steelers durch Bastian Steingroß nutzte der Titelverteidiger einen Fehler von Nicolas Geitner, in dessen Anschluss sich Felix Bick von Norman Hauner im kurzen Eck überraschen ließ (19.) - der unglückliche, aber leistungsgerechte Ausgleich.

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Bires sorgte mit seinem Pass auf Dustin Sylvester auch für das erste Highlight im zweiten Abschnitt (23.). Insgesamt leisteten sich die Roten Teufel aber zu viele Strafen; dass die eine oder andere Entscheidung der Unparteiischen Altmann und Oswald auch noch recht umstritten war - umso ärgerlicher im Nachhinein. Matt McKnight mit Hilfe der Latte und des Rückens von Bick traf zum Ausgleich (29.), und im nächsten Powerplay zirkulierte de Scheibe so lange, bis Benjamin Zientek frei gespielt war (33.). Bietigheim hatte das Spiel wie im Handumdrehen gewendet und war fortan der stärkste Gast seit vielen Wochen im Kurpark. Bad Nauheim fand kaum noch Lücken, um Chancen zu kreieren, wurde andererseits im eigenen Drittel immer wieder aus der Grundordnung gebracht. Das Team wirkte ausgepowert.

Einen Puckverlust der Roten Teufel in der neutralen Zone nutzte Zientek mit Hilfe des Innenpfostens zum vierten Steelers-Tor, das einer Vorentscheidung gleichkam (51.). Zu stark war Bietigheim, das nicht mehr unter Druck geriet, ehe Bad Nauheim alles auf eine Karte gesetzt hatte. Cody Sylvester weckte kurzzeitig noch einmal Hoffnung, bevor Hauner für den 3:5-Endstand sorgte.

Im Stenogramm: EC Bad Nauheim - Bietigheim Steelers

EC Bad Nauheim: Bick - Ketter, Geitner, Dalhuisen, Stiefenhofer, Shevyrin, Slaton - Brandl, Hadraschek, Reimer, Krestan, Dustin Sylvester, Bires, Cody Sylvester, Hamill, Kahle, Ratmann.

Bietigheim Steelers: Martinovic - Steingroß, Prommersberger, Goc, Hüfner, Corrin, Grosse - Weller, McNeely, Hauner, Zientek, McKnight, Preibisch, Lukes, Schoofs, Sommerfeld, Swinnen, Wenzel.

Tore: 1:0 (5.) Bires (Dustin Sylvester, Krestan)

1:1 (19.) Hauner (Weller, McNeely)

2:1 (23.) Dustin Sylvester (Bires, Krestan)

2:2 (29.) McKnight (Sommerfeld, McNeely - 5-4)

2:3 (33.) Zientek (Hauner -5-4)

2:4 (51.) Zientek

3:4 (59.) Cody Sylvester (Dalhuisen, Dustin Sylvester)

3:5 (60.) Hauner (Empty-Net).

 SR: Oswald/Altmann. - Strafen: Bad Nauheim 10, Bietigheim 12. - Zuschauer: 2446.

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