Fetzig-buntes Märchenstück

01. Januar 2018, 22:35 Uhr
Ende gut, alles gut: Cinderella heiratet ihren Traumprinzen. (Foto: Lademann)

Mit viel glitzerndem Sternenstaub und magischem Zauberschnee, kunterbunten Kulissen und hübschen Prinzessinnenkleidern sowie trolligen Tierfreunden hatte sich die Bühne der Rittal-Arena in eine Märchenlandschaft verwandelt. Beim Popmusical »Cinderella« wurde den rund 1400 kleinen und großen Besuchern dieser Tage die klassische Geschichte vom Aschenputtel, so wie sie Charles Perrault und die Brüder Grimm überlieferten, im modernen, zeitgemäßen Disney-Gewand erzählt. Poppig-fetzige und gefühlvolle Lieder gehören genauso zu dieser liebevollen und kindgerechten Inszenierung wie originelle Szenen, kecke Sprüche und jede Menge Humor.

Aber es sind vor allem die Themen und Werte wie Freundschaft, Liebe, Familie, Mut, Vergebung, Gutmütigkeit, Hoffnung und Träume, die hier zeitlos als Botschaften vermittelt werden. Angesprochen werden vor allem die Jüngsten im Publikum und damit die Zielgruppe – meist kleine Mädchen im Alter zwischen vier und zehn Jahren. Die fühlen sich nämlich gleich angetan von der friedfertigen und bescheidenen Cinderella (Christina Schulz), die ganz dicke mit ihren tierischen Freunden ist. Denn der trollige Hund Jallo (Jürgen Strohschein), die freche und partyfreudige Taube Rucko-Di-Gaga (Michael Ewig), die schlaue Maus Piwi (Anastasia Ivanova) und das bei Freudeausbrüchen gerne pupsende Stinktier Stinky (Michael Thurner) sind sich einig: Cinderella ist die beste Freundin der Welt. Dass alle Fünf sich aufeinander verlassen können – was echte Freunde eben ausmacht – zeigt sich, als der geliebte Vater (Daniel Dimitrow) auf Geschäftsreise muss. Dann stimmen nämlich Stiefmutter Wilgunde (Maren Reimann) und die zwei bösen Stiefschwestern Chantal (Caroline Zins) und Cynthia (Isabel Flössel) das ebenso fiese Rap-Lied »Wir haben jetzt die Macht« an und schikanieren Cinderella und die Tiere nach Strich und Faden. Die in einen Käfig eingesperrte Maus befreien die Freunde mit Hilfe des Igels Freddy (ebenfalls Daniel Dimitrow), dem »James Bond mit Lizenz zum Sägen«.

Und als Cinderellas pinkes und von den Tieren aufgehübschtes Ballkleid (weil es sonst keine Chance bei Shopping-Queen hätte) von den Stiefschwestern zerfetzt wird, um Cinderella vom Gang zum Brautschau-Ball Prinz Fabians im Königsschloss abzuhalten, rufen die Freunde schließlich – ganz ohne WhatsApp – die gute Fee Jolanda herbei. Die wird von der bekannten, mit niederländischen Akzent sprechenden und erstmals in einem Musical mitwirkenden Popsängerin Loona (bürgerlich Marie-José van der Kolk) gespielt.

Wunder werden wahr

Mit dem Titelsong »Wunder werden wahr« samt den Zeilen »Folge deinem Traum und er wird geschehn!« zaubert sie, während Cinderella noch davon träumt, mit dem Prinzen zu tanzen, ein neues, blaues Ballkleid herbei. Klar, dass sich Prinz Fabian (ebenfalls Michael Thurner) auf dem Ball – »DKSDS – Der König sucht die Superbraut« – in Cinderella verliebt, ihm aber mit Ablauf des Zaubers gen Mitternacht vorerst nur ihr Schuh bleibt. Bekanntermaßen wird er fündig, macht Cinderella einen Heiratsantrag. Die Hochzeit findet statt. Ende gut, alles gut.

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