28. Dezember 2016, 20:40 Uhr

Angst geht um

Auf dem Kongress des Chaos Computer Clubs (CCC) in Hamburg werden Fragen gestellt wie: Wurde die US-Präsidentschaftswahl gehackt, also von Personen beeinflusst, die Sicherheitsbarrieren umgehen? Warum finden Falschmeldungen und Gerüchte im Netz so große Beachtung und Verbreitung? Und muss 2017 mit verstärkten Attacken aus dem Netz auf politische Akteure gerechnet werden, mit Cyber-Angriffen aus dem Ausland?
28. Dezember 2016, 20:40 Uhr
Zwischen US-Wahl und Bundestagswahl macht der Kongress des Chaos Computer Clubs die Sicherheit der Demokratie zum Thema. In den USA kam es nach Untersuchungen wie nie zuvor zu digitalen Angriffen im Wahlkampf. (Foto: dpa)
»Aber wir haben wie nie zuvor Cyber-Angriffe auf die Wahlkampfführung vor allem der Demokratischen Partei gesehen«, sagt Halderman. Es müsse alles unternommen werden, um die Integrität demokratischer Wahlen sicherzustellen – und dazu gehöre ein Verzicht auf die in den USA vielfach eingesetzten elektronischen Abstimmungsgeräte.
Wird das im Wahljahr so weitergehen? »Sie sind sehr aktiv, aber ob sie ihre Angriffe noch verstärken werden, lässt sich nicht sagen«, antwortet Jessy Campos von der IT-Sicherheitsfirma Eset.

Meinung beeinflussen

Die Gruppe mit Bezeichnungen wie Sofacy, Fancy Bear oder APT 28 habe auch Ministerien und Botschaften von 40 Staaten ins Visier genommen. Die Schadsoftware für das Ausspähen von Daten werde meist sehr spezifisch für bestimmte Ziele entwickelt.
Aber es gebe Hinweise auf »gewisse Verbindungen der Entwickler zum kriminellen Software-Untergrund«.
Der für Amnesty International tätige Sicherheitsexperte rief die Hackerszene gestern dazu auf, sich politisch zu engagieren – »auch wenn Geeks wie wir oft nicht besonders gut mit Politikern zurechtkommen«, sagt er über die besonders an Computertechnik Interessierten.
Das ist auch das Ziel derjenigen, die Falschmeldungen und Gerüchte verbreiten. Die »Dekonstruktion« solcher »Fake News« ist das Ziel der »Hoaxmap«, einer Art Landkarte der Falschmeldungen, zu Gerüchten über Flüchtlinge. Spätestens seit Mitte 2015 sei zu beobachten, dass zunehmend Gerüchte über Flüchtlinge in die Welt gesetzt und in sozialen Netzwerken weit verbreitet würden, sagen die beiden Macher Karolin Schwarz und Lutz Helm. Bisher haben die beiden 436 Fälle dokumentiert und auf einer Karte sichtbar gemacht – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Falschmeldungen seien kein neues Phänomen, sagte Karolin Schwarz. »Sie heißen jetzt nur Fake News«.

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